PhonerLite: Konfiguration

PhonerLite

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Konfiguration

Es können mehrere Konfigurationen hinterlegt werden - sogenannte Profile. Lediglich eins der konfigurierten Profile kann aktiv sein. Das aktive Profil kann man über die Combobox in der Statuszeile auswählen. Durch Auswahl aus der Combobox auf der Konfigurationsseite kann man diese Profile verändern. Die Änderungen werden erst aktiv, wenn man den Speichern-Knopf gedrückt hat.


Server

Proxy/Registrar

Hier muss die Adresse des SIP-Servers eingetragen werden. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von SIP-Servern:

  • Registrar: An diesem Server registriert man sich. Dadurch ist dem SIP-Server bekannt,unter welcher IP-Adresse der PC mit PhonerLite zu finden. Dafür benötigt man neben der Adresse des Registrars auch noch den eigenen Benutzernamen und das Passwort, mit welchem die Anmeldung erfolgt.
    Ohne eine erfolgreiche Anmeldung sind keine eingehenden Rufe möglich - man kann also nicht angerufen werden.
  • Proxy: Über diesen Server werden abgehende Verbindungen aufgebaut. Der Proxy-Server hat die Aufgabe, die Zielrufnummer aufzulösen und eventuell den Ruf an ein Gateway weiterzuleiten,sodass der Ruf ins öffentliche Telefonnetz geroutet werden kann.

Die meisten VoIP-Provider verwenden für den Registrar und den Proxy die gleiche Adresse, weshalb man in PhonerLite auch nur eine Adresse eingeben kann. Die Adresse kann einerseits ein Name (z.B. "sipgate.de") sein, oder eine IP Adresse (z.B. "217.10.79.9"). Der Default Port für SIP lautet 5060. Sollte der Proxy bzw. Registrar einen davon abweichenden Port verwenden, so kann man diesen mit einem Doppelpunkt anhängen (z.B. sipgate.de:5060").

Über die Option "Register" kann man steuern, ob eine Anmeldung erfolgen soll oder nicht.

STUN Server

Da ein PC üblicherweise eine private IP-Adresse besitzt, muss die öffentliche IP-Adresse ermittelt werden. Hierzu benutzt PhonerLite STUN und man benötigt deshalb eine Adresse des STUN Servers.

Selbst die Verwendung von STUN garantiert jedoch nicht immer eine reibungslose Kommunikation. Restriktive Firewalls muss man im Fehlerfall also so konfigurieren, dass auf den UDP -Ports 5060 und 5062 eine Portweiterleitung zu dem PC mit PhonerLite erfolgt.

Realm/Domain

Bei der Wahl einer Telefonnummer muss diese in ein gültiges Format gebracht werden. Damit der Benutzer bei der gewünschten Telefonnummer nicht selbst eine entsprechende Darstellung eingeben muss, kann PhonerLite diese selbständig ergänzen. Per Default wird einfach die Proxy/Registrar-Adresse benutzt. Weicht diese jedoch vom gewünschten Format ab, so muss man die Domain hier eintragen.

Dazu ein Beispiel: Die Adresse des Proxy/Registrars lautet "sip.domain.com". Die gerufenen Adressen müssen jedoch die Domain "domain.com" benutzen - man beachte die fehlende Subdomäne "sip".Einegültige Zieladresse würde also "[email protected]" lauten. Für diesen Fall sollte man "domain.com" in dieses Feld eintragen.

Die Angabe ist jedoch optional, da Zieladressen auch komplett vom Benutzer eingegeben werden können.

Konfiguration Server


Benutzer

Benutzername

Über den Benutzernamen erfolgt die Identifizierung. Unter diesem Namen ist man bei dem SIP Proxy/Registrar registriert. Dieser Name wird meistens von dem VoIP-Provider vergeben. Bei der Übertragung der Nachrichten wird dieser Name im Klartext (also unverschlüsselt)  gesendet.

Passwort

Mit einem Kennwort soll sichergestellt werden, dass der Benutzername auch zurecht benutzt wird. Dieses Kennwort wird nicht im Klartext übertragen, sondern per MD5 lediglich in verschlüsselter Form benutzt.

Die gespeicherten Profileinstellungen (sipper.ini) beinhalten die Einstellungen inklusive der verschlüsselten Passwörter. Man sollte diese Datei nicht einfach an Dritte weitergeben, weil die damit den Account einfach benutzen können.

Angezeigter Name

Hier kann optional ein Name oder eine sonstige Bezeichnung angegeben werden. Zusätzlich zur eigenen Adresse kann man somit eine Zusatzinformation mitgeben, normalerweise den eigenen Namen.

Konfiguration Benutzer


Netzwerk

Lokaler Port

Den lokalen Signalisierungsport kann man hier konfigurieren. Für die Sprachübertragung (lokaler RTP -Port) wird immer der Port mit dem Wert des Signalisierungsport erhöht um 2 verwendet - per Default also 5062. Für jeden zusätzlichen Ruf erhöht sich der Wert wiederum um 2.

Ist ein gewünschter Port schon vergeben (z.B. durch eine andere Applikation), so wird ein vom System vergebener Port verwendet.

bevorzugte Verbindungsart

Eingehende Verbindungen sind immer über UDP, TCP und TLS möglich. Für ausgehende Verbindungen (Registrierung und Rufaufbau) werden über die hier konfigurierte Verbindungsart aufgebaut.

Multicast DNS

Ist diese Option gesetzt, so finden sich mehrere PhonerLite Instanzen im Netzwerk automatisch. Es erscheint dann eine neue Registerseite mit dem Namen "Nachbarn". Die dort befindlichen Einträge können per Drag&Drop angerufen werden.

UPnP NAT

Mittels UPnP  kann PhonerLite die öffentliche IP-Adresse des Routers ermitteln und automatisch eine Portweiterleitung im Router einrichten. Dazu muss jedoch der Router UPnP und die Steuerung mittels UPnP unterstützen.

Wenn die Steuerung per UPnP vom Router unterstützt wird, ist dieses Verfahren gegenüber STUN vorzuziehen.

IPv6

Ab Windows Vista ist IPv6 als Alternative zu IPv4 nutzbar. Die komplette Infrastruktur muss dann jedoch ebenfalls IPv6 nutzen. Ein Mischbetrieb von IPv4 und IPv6 ist in PhonerLite nicht nutzbar!

Konfiguration Netzwerk


Codecs

Ein Codec  ist eigentlich ein Kunstwort aus Coder und Decoder, also einem Kodierer und Dekodierer.

In diesem Fenster können die einzelnen Codecs deaktiviert und in ihrer Priorität geändert werden. Der bevorzugte Codec sollte in der Liste ganz oben stehen. Ob der bevorzugte Codec dann auch tatsächlich verwendet wird, hängt davon ab, ob die Gegenstelle auch diesen Codec unterstützt.

Die angegebenen Datenraten sind Netto-Werte. In der Praxis wird eine höhere Bandbreite benötigt, da die eigentlichen Sprachdaten noch zusätzlich in einem RTP Paket und diese dann wieder in einem UDP Paket verpackt sind. Dann kommt noch ein IP - und meistens noch  ein PPPoE Paket herum. Die Bruttodatenrate eines G.711-Codecs beträgt somit beispielsweise ca. 80 kBit/s. Für eine Modem-, ISDN- oder DSL-Light-Verbindung reicht das dann nicht mehr aus! In diesem Fall sollte man die G.711-Codecs deaktivieren.

Hier die unterstützen Codecs von PhonerLite:

Echo-Unterdrückung

Unter der Echo-Cancellation versteht man die Analyse der gesendeten Daten und das Herausfiltern der darin befindlichen Empfangsdaten. Durch Aktivieren dieser Option kann man also Verhindern, dass man über das Mikrofon wieder etwas aufnimmt, was aus den Lautsprechern ertönt.

Stilleerkennung

Unter der Stilleerkennung versteht man die Analyse der vom Mikrofon aufgenommenen Daten (was also gesendet werden soll). Enthalten diese Daten keine hörbaren Nutzdaten, also Stille, so kann dieses möglicherweise korrekt erkannt werden.

Es stehen folgende Optionen zur Auswahl:

  • keine Stilleerkennung
    Hierbei ist erfolgt keinerlei Versuch Stille zu erkennen. Default
  • Stille ausblenden
    Wird Stille erkannt, so werden diese Daten komplett ausgeblendet, d.h. auf die Lautstärke Null gesetzt. Die Daten werden trotzdem gesendet. Jegliches Umgebungsgeräusch wird somit gelöscht, was bei der Gegenstelle manchmal zur Irritationen führt. Ein Echoeffekt kann jedoch durch diese Maßnahme minimiert werden.
  • Stille nichts schicken
    Im Grunde ist alles gleich wie beim vorherigen Punkt, jedoch wird im Stille-Fall nichts gesendet. Das spart als zusätzlichen Nebeneffekt auch Transfervolumen.

Eine optimale Einstellung sollte jeder selber herausfinden.

SRTP

Sollen die Sprachdaten verschlüsselt werden, so kann die Option SRTP aktiviert werden. Damit der Schlüsselaustausch nicht im Klartext über die Leitung geht, macht SRTP nur bei Verwendung von TLS Sinn.

Die Gegenstelle muss ebenfalls SRTP unterstützen. Getestet wurde das bisher erfolgreich beim direkten IP-Ruf zu einem Grandstream GXP2000 als auch über den VoIP-Provider dus.net .

Konfiguration Codecs

 

ZRTP

Um bei einer IP-zu-IP-Verbindung eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung der Audio-Daten zu ermöglichen, kann bei kompatiblen Gegenstellen der Schlüsselaustausch auch ohne TLS erfolgen.


Zertifikate

Für die verschlüsselte Übertragung per TLS werden Zertifikate benötigt.Bei der Verbindung zu einem Server hin, kann dieser ein Client-Zertifikat anfordern. Dieses Client-Zertifikat identifiziert den Benutzer von PhonerLite gegenüber dem Server. Ein solches Client-Zertifikat kann über die "..." Schaltfläche geladen,oder der Dateiname direkt eingegeben werden. Wird kein Client-Zertifikat konfiguriert, so wird ein fest eingebautes Zertifikat verwendet. 

Mächte man eine sogenannte Peer-to-Peer  Verbindung ermöglichen, kann es auch sein, dass sich eine Gegenstellemit der eigenen PhonerLite-Instanz verbindet. In diesem Fall wird ein Server-Zertifikat benötigt.

Die angegebenen Zertifikat-Dateien müssen sowohl einen Schlüssel und das Zertifikat selbst beinhalten. Der Dateiaufbau ist folgender:

-----BEGIN RSA PRIVATE KEY-----
[...]
-----END RSA PRIVATE KEY-----
-----BEGIN CERTIFICATE-----
[...]
-----END CERTIFICATE-----

Konfiguration Zertifikate


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